23andMe

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23andMe ist ein US-amerikanisches Unternehmen, welches im April 2006 gegründet wurde.

Gründer des Unternehmens sind Linda Avey, Paul Cusenza und Anne Wojcicki. Letztere hat enge Kontakte zu Google. Anne Wojcickis Schwester ist Vizepräsidentin und ihr Ehemann, Sergey Brin, Mitbegründer von Google.

 

Das Unternehmen analysiert die Speichelproben von privaten Kunden auf Krankheiten, Veranlagungen und dessen genaue Herkunft (Ahnenforschung). Private Personen können somit durch einen kleinen Preis ($99) genetische Informationen erlangen. Das Konzept dieses Unternehmens spiegelt sich im Unternehmensnamen wider. Ein Mensch besitzt 23 Chromosomenpaare, daher 23andMe. Seit 2008 können auch deutsche Kunden Informationen über ihr Genmaterial erlangen.

Video (Ablauf der Analyse/Einblicke in das Labor):
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=0gC8RQ7PemM

Ziel des Unternehmens ist es, möglichst viele Daten aus aller Welt zu sammeln, um weitere Forschungsergebnisse über Krankheiten und die Herkunftsinformationen aufstellen zu können.

Seit Ende 2013 erstellt 23andMe jedoch keine Aussagen mehr darüber aus, in wie weit eine Kunde von einer Krankheit betroffen ist, bzw. in wie weit ein Risiko einer Erbkrankheit bestehen könnte.

Durch einen Warnbrief von der US-Pharmaaufsicht  der darauf hinweist, dass das Unternehmen keine Zulassung für eine medizinische Interpretation der Analysenergebnisse hat, stellte das Unternehmen die Auswertung der Ergebnisse ein.

Es werden nur noch Aussagen über die genetische Abstammung und die reinen DNA-Analysedaten erstellt.

Eigene Darstellung/Meinung zum Thema 23andMe

Ich finde das Konzept dieser Firma ziemlich fragwürdig. Natürlich ist es interessant zu erfahren, ob man von einer Erbkrankheit betroffen ist oder von wo man genau abstammt, jedoch beruht die Interpretation der Ergebnisse nur auf Statistiken und nicht auf ärztliche Befunde. Für Menschen, die sehr labil sind, kann eine Diagnose schon große Auswirkung haben.

Es könnten unnötige Kosten für verschiedene ärztliche Diagnosen folgen, die nur aufgrund dieser Ergebnisse des Unternehmens anfallen würden. Wenn der Kunde die Ergebnisse bekommt, ist er mit den Diagnosen völlig allein gelassen, erhält keine Beratung und muss selbst entscheiden, wie er damit umgeht. Im Zweifelsfall könnte die Diagnose das Leben der betroffenen Person retten. Dabei ist nicht gesagt, dass diese Diagnose exakt  ist bzw. ob eine Erbkrankheit jemals ausbrechen würde bei der betreffenden Person. Es ist undurchsichtig, wie die Datenbasis zustande kommt. Es werden lediglich statistische Werte ausgegeben, wie das Krankheitsbild bei ähnlichen Fällen abgelaufen ist.

Was genau mit den persönlichen Daten passiert, wohin sie genau gelangen, bleibt für den Kunden schwer zu überblicken. Ob diese Daten allein für die Forschung weiter verwendet werden ist fragwürdig.

Bezug zur Schule?

Bezogen auf die Schule, kann mit Hilfe dieses Themas jede Form von Datenerzeugung, welche Intention diese Firmen verfolgen und in wie weit die Weitergabe persönlicher Daten der Vergangenheit auch in der Zukunft problematisch werden könnten, mit den Schülern und Schülerinnen diskutiert werden. Es sollten Diagnosen hinterfragt werden, um verschieden Algorithmen die von Computersystemen stammen nicht blind zu vertrauen. Es sollten nicht nur die Algorithmen hinterfragt werden, sondern auch die Interpretation der Ergebnisse. Außerdem sollte darüber diskutiert werden, wie sicher die Datenwege und die Datenverwaltung solcher Datensammler sind.

 

Quelle:

https://www.23andme.com/; Stand: 13.03.14

http://www.welt.de/gesundheit/article122646220/23andMe-stellt-medizinische-Analysen-ein.html; Stand: 13.03.14

http://de.wikipedia.org/wiki/23andMe; Stand: 12.03.14

http://www.ctrl-verlust.net/23andme-wie-ich-fur-todkrank-erklart-wurde-und-mich-wieder-gesund-debuggte/; Stand: 13.03.14

http://www.reddit.com/search?q=23andme; Stand: 13.03.14

http://www.wiwo.de/technologie/forschung/rueckschlag-fuer-google-behoerde-stoppt-googles-dna-tests/9127328.html; Stand: 13.03.14

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